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Neue Superhelden für das Land: Food Sharing und Lebensmittelretter

Inhaltsverzeichnis

25.09.2015 - Lava Vakuumverpackung


Jetzt Lebensmittel-Abfall vermeiden!

Viele Nahrungsmittel, die im Abfall landen, sind eigentlich noch gut. Aber Supermärkte, Restaurants und andere Betriebe im Lebensmittelhandel müssen sich an strenge Vorlagen halten. Was nicht verkauft wird, muss weg. Auch in Privathaushalten sieht es oft nicht anders aus. Eine Alternative zur Tonne bringt die Food Sharing Bewegung, die bereits in vielen Regionen Deutschlands Einzug hält. 

 

Was ist eigentlich Food Sharing?

Was ist eigentlich Food Sharing?

Der englische Begriff "Food Sharing" lässt sich wörtlich als "Essen teilen" übersetzen. Die Idee dahinter ist, dass Lebensmittel, die sonst in der Tonne landen, verteilt werden solange sie noch genießbar sind. Seit 2013 ist die deutsche Webseite Foodsharing.de online. Hier finden Verteiler und Abnehmer zusammen. Registrierte Food-Sharer können übrig gebliebene Lebensmittel ankündigen. Was angeboten wird, ist dabei sehr unterschiedlich. Hobbygärtner bieten Teile ihrer üppigen Tomatenernte an oder private Haushalte die Reste vom Catering des runden Geburtstags. Aber auch gerettete Nahrungsmittel aus Gastronomie- und Lebensmittelbetrieben werden umverteilt. Rund 2000 Unternehmen kooperieren bereits mit den Lebensmittelrettern von Foodsharing.de. Unverkaufte Brötchen vom Vortag oder Konserven, bei denen das Mindesthaltbarkeitsdatum abläuft, werden so vor einem Ende in der Mülltonne geschützt. Potentielle Abnehmer finden auf der interaktiven Karte genaue Angaben, wer wann und wo welche Lebensmittel verteilt. Dann müssen nur noch Jutebeutel und Transportbehältnisse eingepackt werden, um die Nahrungsmittel sicher nach Hause zu bringen. Mehr als 10.000 ehrenamtliche Food-Sharer sind bereits in Deutschland im Einsatz. Abholen kann die Lebensmittel jeder, der Bedarf oder Interesse hat. Von Studierenden mit kleinem Lebensetat bis hin zu Menschen, die einfach gerne nachhaltig leben wollen, ist die Spannbreite der Nutzer groß. Dabei arbeitet Foodsharing.de auch mit dem wohltätigen Bundesverband der deutschen Tafeln zusammen, die Essensspenden an Bedürftige und soziale Einrichtungen verteilen. 2.066.840 Kilogramm Lebensmittel wurden bisher durch die Food-Sharer gerettet, davon rund 550.000 Kilogramm in Berlin. Somit ist die deutsche Hauptstadt auch die Nummer Eins der Lebensmittelrettung. Das Konzept ist inzwischen auch in der Schweiz und in Österreich erfolgreich. Gegründet wurde Foodsharing.de übrigens von Filmemacher Valentin Thurn ("Taste The Waste") und Raphael Fellmer, der seit 2010 ganz ohne Geld lebt. 

 

Berlin ist die Hauptstadt der Lebensmittelretter

Berlin ist die Hauptstadt der Lebensmittelretter

Berlin ist ein buntes Pflaster. Hier sitzen Banker und Lebenskünstler an einem Tisch. Die deutsche Hauptstadt hat aber auch mit enormen Problemen zu kämpfen. Arbeitslosigkeit, Rentenarmut und andere soziale Belastungen erschweren vielen Einwohnern den Alltag. In den Kiezen gibt es aber schon seit jeher ein großes Bedürfnis sich gegenseitig unter die Arme zu greifen. Nicht umsonst ist Berlin auch der Geburtsort der ersten Suppenküchen und Nachbarschaftshäuser in Deutschland gewesen. Berlin ist eben kreativ und alternativ, auch in der Problemlösung. Dass das Konzept der Lebensmittelrettung hier besonders viele Anhänger findet, ist daher nicht verwunderlich. Neben den aktiven Food-Sharern gibt es hier noch viele weitere Konzepte. So findet man immer häufiger so genannte "Fairteiler" in Berlins Bezirken von Ost bis West. Die "Fairteiler" sind Kühlschränke und Regale an öffentlich zugänglichen Plätzen, zum Beispiel am Schlesischen Tor in Kreuzberg. Hier können nicht verwertete, aber noch genießbare Lebensmittel einfach im Kühlschrank oder einer Box abgelegt werden. Bedienen kann sich jeder, der weiß wo ein "Fairteiler" steht. Brot, Obst, Trockenwaren oder auch mal Süßigkeiten finden sich in den Lebensmittelstationen der "Fairteiler". Das oberste Gebot lautet hier "Bitte hinterlasse nur Lebensmittel, die du auch selbst essen würdest". Das Prinzip ist auch für Wohnungslose Menschen eine tolle Unterstützung, um eine ausreichende Ernährung sicher zu stellen. Die "Fairteiler" werden von unterschiedlichen Organisationen betreut, die auch dafür sorgen, dass die Regale und Kühlschränke sauber bleiben. "Fairteiler" gibt es inzwischen auch in anderen deutschen Städten wie Köln oder Hamburg. 

 

Gemeinsam retten, gemeinsam essen

Gemeinsam retten, gemeinsam essenDie Initiative gegen Lebensmittelverschwendung "Genießt uns", der WWF und die Welthungerhilfe haben im Juli 2015 am Washingtonplatz am Berliner Hauptbahnhof aufgetischt. Zwei Tonnen gerettete Lebensmittel, die sonst im Müll gelandet wären, wurden verkocht und gemeinsam mit Aktivisten, Interessierten und Passanten verspeist. 5000 hungrige Berliner und Reisende wurden hier mit veganen Köstlichkeiten versorgt. Die geretteten Lebensmittel waren vor allem Mangelexemplare, also Obst und Gemüse, die es nicht in den Verkauf schafften, weil sie in Farbe oder Form nicht den Supermarktstandards entsprachen. 200 Helfer, darunter auch prominente Unterstützer wie die Moderatorin Enie van de Meiklokjes oder Schauspieler Andreas Hoppe, schnippelten eifrig Gemüse, das mit Couscous und Backwaren vom Vortag ausgegeben wurde. Aber auch im kleinen Rahmen finden sich Lebensmittelretter gerne zum gemeinsamen Essen zusammen. In vielen Städten gibt es regelmäßige Essensangebote der Lebensmittelretter und in Berlin will im Herbst 2015 das erste Restaurant in Deutschland eröffnen, das ausschließlich gerettete Nahrungsmittel verarbeitet. "Restlos glücklich" soll der Gastronomie-Betrieb heißen, der nach einem dänischen Vorbild entstand. Im "Rub Og Stub" (übersetzt etwa "restlos alles"), das im Herzen von Kopenhagen liegt, kochen und servieren Freiwillige bereits seit 2014 Menüs aus geretteten Bio-Lebensmitteln. 

 

Auch krumme Möhren schmecken gut

Auch krumme Möhren schmecken gut

Nicht nur politische Richtlinien machen es der europäischen Agrarwirtschaft schwer nachhaltig zu produzieren. Auch die Abnehmer, allen voran große Supermarktketten, sorgen mit ihren "Schönheitsstandards" für Gemüse und Obst für eine sinnlose Verschwendung von Nahrungsmitteln. Jede zweite Kartoffel schafft es laut Aktivisten gar nicht erst in die Lebensmittelregale, weil sie nicht rund genug ist. Auch verwachsene Möhren oder kleine Äpfel finden nach den Supermarktstandards keine Käufer. Dass das so nicht stimmt, beweisen die immer beliebter werdenden Bauernmärkte, die inzwischen überall in Deutschland zu finden sind. Betroffene Landwirte bieten die natürlich gewachsenen Produkte hier an. Manche landwirtschaftlichen Betriebe laden sogar zur Nachernte ein. Hier können  für den Großverkauf nicht verwertbare Kartoffeln oder Früchte direkt vom Feld geerntet werden. Die Initiative "Ugly Fruits" (übersetzt "Hässliche Früchte") macht ebenfalls auf diesen Missstand aufmerksam. Mit lustigen Kampangenplakaten und eigenen Ständen auf Märkten, öffnen sie die Herzen der Verbraucher für die fantasievollen Formen der Natur. Hier finden sich zweibeinige Karotten oder verwachsene Erdbeeren, die aussehen wie ein Schmetterling, im Angebot. Leckere Unikate statt verschwenderische Uniformierung finden so auf den Teller. Der Fotograf Uli Westphal hält die vielförmige Schönheit von Gurken und Co. als Kunst fest. Seine Bilderserie "Mutatoes" macht bewusst, wie die natürliche Vielfalt durch den Normierungswahn unterdrückt wird. 

 

Was kann ich tun?

Was kann ich tun? Vakuumieren...

Jeder kann sich bei den genannten Organisationen einbringen und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln fördern. Aber auch im Alltag lässt es sich einfach handeln. Kaufen Sie am besten regional und saisonal ein. Lagern Sie die Lebensmittel richtig, um sie längst möglich genießen zu können. Mit einem Vakuumierer werden Gemüse, Obst und andere Lebensmittel bis zu zehn Mal länger haltbar gemacht. 


Weiterführende Themenlinks:

https://foodsharing.de/
https://www.geniesst-uns.de/
https://restlos-gluecklich.berlin/
https://spisrubogstub.dk/de/
https://www.uglyfruits.eu/


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